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Mai 2007
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Archive für 14.5.2007

vom Maispaziergang mitgebracht

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Hallo MitbloggerInnen: Bitte um Tipps!

nun weiß ich ja, dass meine Beiträge noch nicht allzuviele Leute erreichen.

Aber vielleicht gibt es doch den einen oder die eine, die mir mal einen Tipp geben kann?
Ich versuche meine Fotos downzuloaden, aber sie reduzieren sich immer auf wenige KB, sodass ich sie überhaupt nicht größer ziehen kann. Vor einigen Tagen ging es noch, aber jetzt kann ich machen was ich will.
Außerdem wird die Schrift hier beim Beitragschreiben immer winziger. Kann man sowas einstellen? Ich hätte sie gerne auch im Blog selber etwas größer.

PS. Mein Notebook tuts wieder und tut so unschuldig, als wäre nie was gewesen. Als ich es unserem Ingenieur vorführen wollte, war alles wieder paletti. Man kennt das ja vom Arztbesuch oder wenn man mit dem Auto in die Werkstat geht. Also gehts erst mal weiter und ich warte … Garantie habe ich noch ein Jährchen, das wird dann wohl noch reichen.

Prävention- zu teuer oder zu unbequem?

Im Seminar „Hilfeplanung“ ist es mir heute zu meiner eigenen Überraschung gelungen, Studierende vom Reiz einer gemeinwesenorientierten, präventiven Jugendamtsarbeit zu begeistern.
Ich habe beiläufig von meinem Besuch mit Studierenden vor ein paar Jahren in Altenessen erzählt, wo die BezirkssozialarbeiterInnen dieses Stadtbezirkes – statt sich in Amtsstuben hinter ihrem Schreibtisch zu verschanzen - in einer kleinen Parterrewohnung eine Art Nachbarschaftszentrum betrieben und neben Beratung und Fallarbeit im Hinterraum einfach nur als Ansprechpartner für alle möglichen Fragen und Anliegen zur Verfügung standen. Hierfür stand der vordere Raum zur Verfügung.
 
Gleichzeitig trafen sich hier Bewohner des Viertels bei Kaffee zum Reden. Während ich mit den StudentInnen zu Besuch war, gaben sich tatsächlich ständig Menschen aller Altersstufen die Klinke der Eingangstür in die Hand.
 
 
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Und ich habe erzählt vom Stadtteilfest, wo traditionell der Waffelstand vom allgemeinen Sozialdienst betrieben wurde und auf diese Weise Menschen so ganz nebenbei „Ihre“ Sozialarbeiter begutachten, mit Ihnen unverbindliche, freundliche Worte wechseln konnten, wo beide Seiten sich gegenseitig als Menschen begegnen und mehr sind als Hilfebedürftige auf der einen und Amtspersonen auf der anderen Seite.
“Warum gibt es das heute nicht mehr?”, haben sie erstaunt gefragt. Ihre Begeisterung hat mich gerührt aber auch fest erschreckt. Dass sie sich so etwas nicht einmal mehr vorstellen können? Ist es wirklich so anders geworden in unseren Jugendämtern?
 
 
Liegt es nur an dem chronischen Geldmangel in der Jugendhilfe, der scheinbaren Notwendigkeit, jede Reform zwangsläufig als Sparmaßnahme zu funktionalisieren.
Oder liegt es (auch) am veränderten Berufsverständnis der SozialarbeiterInnen in den Ämtern selber?
Eine der Studenten sagte: „Ich glaube die Kolleginnen aus meinem Jugendamtspraktikum hätten einen Schreikrampf bekommen, wenn man von ihnen erwartet hätte, auf einem Stadtteilfest einen Waffeln zu backen!“ Das hat mich ernsthaft erschreckt!
Warum eigentlich begreifen die Menschen, selbst so viele Sozialarbeiterinnen nicht, von Politkern ganz zu schweigen, dass Prävention sozialverträglicher, nachhaltiger und effektiver und letztlich auch effizienter wäre? Vielleicht: weil Waffelnbacken nicht so viel hermacht wie das Schreiben von Akten und das Anwenden von Gesetzestexten? Oder auch  weil Klienten, die meine Waffeln essen, mir viel zu nahe kommen? Vielleicht auch, weil Klienten, die uns Waffeln abkaufen, nicht mehr als Bittsteller auftreten und nicht nur Menschen sind, die unsere Hilfe brauchen sondern in vieler Hinsicht gleichwertige und gleichberechtigte Partner?
 
 

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